Vier Personen aus Zirl bzw. Innsbruck unternahmen am 15.03.2008 eine Schitour ins Kaiserbergtal mit dem Tourenziel Platzer Spitze (3106 m). Sie waren alle mit einem LVS-Gerät ausgerüstet und kontrollierten selbständig deren Funktion. Auf einer Seehöhe von ca. 2500 m zweigten sie gegen 12.00 Uhr nach rechts in ein kuppiertes südostseitig gerichtetes Gelände ab. Nachdem die Gruppe ca. 2/3 des kuppierten Hanges aufgestiegen war, löste sich ca. 50m oberhalb der Gruppe ein Schneebrett und erfasste alle Tourengeher. Sie wurden ca. 100m mitgerissen. Die drei männlichen Gruppenmitglieder ragten mit dem Oberkörper aus dem ca. 1,20m hohen Lawinenkegel. Eine Frau (35) konnte sich die Atemwege selbständig freimachen und wurde nach kurzer Zeit vom Gatten und den Kollegen aus der Lawine befreit. Bei diesem Lawinenabgang wurden die Beteiligten nicht verletzt und stiegen entlang der Aufstiegsspur, da sie teilweise die Schier verloren hatten, ab. Als sie Handyempfang hatten, setzten sie den Alpinnotruf ab, da sie teilweise erschöpft waren und mit der fortgeschrittenen Tageszeit die Lawinengefahr stieg. Sie wurden vom HS Martin 2 zur Gletscherstraße geflogen, wo sie die Rückfahrt antraten. An diesem Tag war für dieses Gebiet nach dem Lawinenlagebericht die Gefahrenstufe 3 ausgegeben. Beim Abgang hatte das Schneebrett eine Breite von ca. 50m, welches sich sodann auf eine Hangbreite von ca. 200m fortsetzte.

Quelle: SID

http://gis1.tirol.gv.at/scripts/esrimap.dll?name=ortho&SuchIndex=5747.0&AnzGeoNam.x=x



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