Sonntag, 13.01.2008

Lawinenereignis im freien Skiraum in der Gemeinde Ischgl

Zwei Niederländer (40 und 38 Jahre) fuhren am 13.01.2008 gegen 14:00 Uhr gemeinsam mit noch drei weiteren holländischen Freunden im Schigebiet Ischgl von der Bergstation der Höllspitzbahn den Schiweg Nr. 32 ab. Am Ende des Schiweges verließ die fünfköpfige Holländergruppe die gesicherte Piste und begab sich in den freien Schiraum. Vor der Lawinengefahr außerhalb der Pisten wurde von der Silvrettaseilbahn AG ausdrücklich durch Warntafeln gewarnt. Keiner der Gruppe war mit Verschüttetensuchgeräten ausgestattet und keiner hatte irgendwelche alpine Erfahrungen. In ca. 2500 Meter Seehöhe fuhr die Gruppe im so genannten Sassgalunkar, unterhalb der Höllspitze, unterhalb einer ca. 38 bis 40 Grad steilen, nordwestlich exponierten Mulde, in einen Hang ein. Dabei fuhr der 40-Jährige der Gruppe vor. Bei der Einfahrt in den Steilhang löste sich in der steilen Mulde über ihm eine ca. 20 Meter breite Schneebrettlawine. In weiterer Folge wurden der 40-Jährige und der 38-Jährige, der unmittelbar hinter ihm fuhr, von dem Schneebrett erfasst und ca. 90 Meter über steiles, sehr steiniges Gelände mitgerissen. Beide Schifahrer wurden nur im Bereich ihrer Beine verschüttet und konnten von ihren Begleitern rasch befreit werden. Der 40-Jährige erlitt schwere Verletzungen im Bereich des Unterschenkels. Er wurde von der Pistenrettung Ischgl geborgen und mit dem Rettungshubschrauber der Schenk-Air ins KH Zams gebracht. Der 38-Jährige blieb unverletzt.

Lawinenereignis im freien Skiraum in Serfaus – Bereich Minders

Zwei Männer (23) aus Pfunds stiegen am 13.01.2008 gegen 11:30 Uhr im Schigebiet Masner / Gemeide Serfaus von der Bergstation des „Mindersliftes“ über den Nordwestgrat zum Minderskopf auf. Sie beabsichtigten, die südlich davon gelegene Rinne im Tiefschnee abzufahren. Sie waren mit LVS und Freeride – Rucksäcken (mit Sonde und Schaufel) ausgerüstet. Gegen 12:00 Uhr erreichten sie die genannte Rinne. Der erste fuhr in die nordost – gerichtete Rinne ein und fuhr etwa 100 Meter weit ab, bevor er an einer sicheren Stelle anhielt. Dann folgte ihm der 2. Nach wenigen Schwüngen kam dieser zu Sturz. Als er sich, wie er später sagte, aufrichtete und wieder losfahren wollte, löste sich etwa 20 Meter über ihm die Schneebrettlawine. Die abgleitenden Schneemassen rissen ihn ca. 50 Meter weit mit und verschütteten ihn teilweise bis in Schulterhöhe. Im Auslauf der Lawine gelang es ihm auf die Oberfläche zu kommen. Die Schi waren noch an beiden Beinen. Er konnte sich selbst aus den Schneemassen befreien. Er blieb unverletzt.

Suchaktion nach Lawinenabgang in Nauders
Im Skigebiet in Nauders ist am Sonntag um kurz vor 17.00 Uhr Lawinenalarm ausgelöst worden. Nach ersten Informationen wurde im freien Skigebiet nach einem Vermissten gesucht.
Es wurde eine Skispur gefunden, die direkt in ein Schneebrett führte. Die Bergrettung war dort im Einsatz – näheres ist aber noch nicht bekannt.

Quelle: SID, ORF Tirol
Redaktion: ASI



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